blondeSchlumpfine

Mittwoch, März 29, 2017

Haruki Murakami: Hard Boiled wonderland und das Ende der Welt

Spoiler alert!

Zwei Bücher in einem. Zuerst ist das Ganze sehr verwirrend; nach und nach erkennt man Parallelen in den Büchern , vermutet, dass sie etwas mit einander zu tun haben könnten: und ja, der Protagonist ist ein und dieselbe Person,  jedoch in unterschiedlichen Bewusstseinsebenen. Ein Buch zu schreiben ist ja schon schwierig genug, aber eine Person zu erschaffen, die in unterschiedlichen Welten lebt, da ihr Gehirn verschiedene Schaltkreise implantiert bekommen hat, ohne dass diese Person das überhaupt weiß, ist fast ein Gebiestreich.

Die Art, wie das Buch geschrieben (oder übersetzt) ist, gefällt mir sehr gut, es geht in Richtung Stream of consciousness, da immer wieder alltägliche Dinge oder kleine Abschweifungen erwähnt werden, die eigentlich nicht erwähnenswert wären.
Auch die beiden parallelen Welten haben mich begeistert. Die Idee, eine Person von ihrem Schatten zu trennen, wobei der Schatten quasi die Seele, die Erinnerungen und Empfindungen innehat, ist furchteinflößend! Außerdem kann ich mir einen "vermenschlichten" Schatten nur schwer vorstellen: eine schwarze oder graue Gestalt, die sprechen und gehen kann, aber nur ein Schatten ist? Der eine eigene Meinung hat und über ein anderes Wissen verfügt? Schließlich weiß der Schatten  von  Anfang an, dass der Protagonist die "andere Welt", die Stadt in der Mauer, wo es Einhörner gibt, erfunden hat!
Auch die "Tatsache", dass eine Person Daten verschlüsseln kann, indem sie ein bestimmtes Protokoll in ihrem Kopf abruft, halte ich für eine interessante Idee.
Ich frage mich nur, ob die Bibliothekarin aus der einen Welt, die ihn mit Einhorn-Büchern versorgt und so viel essen kann, das Pendant zur Bibliothekarin in der Stadt ist, die ihm die Einhornschädel reicht, damit er die alten Träume lesen kann.

Jedenfalls ein großartiges und kurzweiliges Buch, das ich jederzeit weiter empfehlen würde!


"IDENTITÄT IST AUFGRUND ANGEHÄUFTER ERFAHRUNGSWERTE ENTSTANDENE INDIVIDUALITÄT DER DENKSTRUKTUR"

Montag, Februar 06, 2017



Meine Erfahrungen mit dem Pro Immun-Test und der nachfolgenden Ernährungsumstellung – Teil 1 (nach drei Monaten)

Jeden Winter war ich ständig krank. Schnupfen, Erkältung, Kopfweh wegen „verstopfter“ Stirnhölen. Kirschkernkissen, Infrarotbestrahlung, Neocitran, Influbene, … Im Winter 2015/2016 habe ich beschlossen, das in den Griff zu bekommen und bin zu einer privaten HNO-Ärztin gegangen, die sowohl Allgemeinmedizinerin ist, als auch von alternativen Heilmethoden angetan ist. Ich habe pflanzliche Medikamente bekommen, war zur Akupunktur (5 Termine) bei ihr und der Schnupfen war weg. Leider aber habe ich mir schnell den nächsten geholt, nachdem ich wenige Tage gesund war. Also nächste Akupunkturrunde. Auch diesmal ist der Schnupfen weg gewesen, und leider auch schnell wieder gekommen… Meine Ärztin meinte schon, es sei vielleicht eine Allergie, weil die Schleimhäute danach aussähen und hat mir einen antiallergischen Nasenspray verschrieben, den ich ausprobieren sollte. Der war nur viel zu stark und unangenehm. Dann war der Winter vorbei und meine Beschwerden auch…. Bis zum Oktober 2016, wo ich wieder mit einem dicken Schnupfen bei ihr war. Diesmal hat sie mich gleich auf die „klassischen“ Allergien (Laktose, Fruktose und Bluttest) austesten lassen [bis auf eine kleine Glutenunverträglichkeit aber ohne Befund]. Dann hat sie mir ein Prospekt es ProImmun  M-Tests mitgegeben und gemeint, dass das noch eine Möglichkeit wäre. Einige ihrer Patienten haben damit gute Erfahrungen gemacht. Nach Rücksprache mit meiner privaten Krankenversicherung (welche 80% der Kosten übernimmt), habe ich den ProImmun M-Test (Blutabnahme) durchführen lassen.
Ein bis zwei Wochen später erhielt ich die Resultate: 76 verschiedene Lebensmittel durfte ich für mindestens drei Monate nicht zu mir nehmen. Ich war verzweifelt und wollte die Ernährungsumstellung auf nach Weihnachten vertagen. Meine Ärztin hat mir aber gut zugeredet/ eingeredet, dass wenn ich nicht gleich damit beginne, ich vermutlich nie damit anfangen würde. Also habe ich beschlossen, all die Leckereien aus dem Kühlschrank (Mozzarella, Schokolade, Käse, …) in den nächsten Tagen aufzuessen und langsam die Ernährungsumstellung zu beginnen. Unter Tags hielt ich mich schon brav daran. Zum Einkaufen brauchte ich ewig, da ich bei jedem Produkt die Inhaltsstoffe studieren und mit meiner „Einkaufsliste“ abstimmen musste. Kartoffel, Süßkartoffel und Steak wurden meine neuen Freunde. Salat und Tomaten, aber mit weißem Pfeffer (statt schwarzem). Hirsebrei mit Kokosmilch statt des geliebten Joghurts mit Müsli. Kaffee nur ein bis zwei Mal pro Woche (davor hab ich täglich 5 Tassen getrunken). Kein Alkohol (naja, da habe ich gelegentlich Ausnahmen gemacht).
Nach wenigen Tagen konnte ich mit Energie in der Früh aufstehen (kannte ich nicht, war immer ein Morgenmuffel) und habe nicht die Schlummertaste betätigt. Meine Verdauung wurde besser. Plötzlich kam der Gewichtsverlust: 2 Kilo innerhalb von 3 Tagen – dann zum Glück wieder stagnierend. Meine Ärztin hatte mir vorausgesagt, dass ich abnehmen würde. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich am Anfang der Ernährungsumstellung besonders gesund gegessen hätte: Landjäger, Nüsse, Cranberries, Neuburger, … Trotzdem habe ich abgenommen. Mit der Zeit habe ich erkannt, dass die Paleo-Ernährung ziemlich gut auf meine Ernährungsumstellung passt (glutenfrei, laktosefrei, frei von raffiniertem Zucker) und habe diese ausprobiert und mit meinen Vorgaben umgesetzt (plus Hülsenfrüchte).
Es hat mich nicht glücklich gemacht. Mein Freund (der „normal“ isst), muss meine lechzenden Blicke ertragen. Ich frage mich, ob es eine „Genussdepression“ gibt? Oft war mir nur zum Heulen zumute, weil ich Brot essen wollte, oder eine vernünftige Pizza (hier haben mich die Paleo-Varianten noch nicht überzeugt). Auch pastatechnisch habe ich viel Grausliches ausprobiert (Konjak-Nudeln, oder Kirchererbsennudeln, die weder Struktur haben noch bissfest sind) – hier kann ich die rotenLinsen-Nudel oder auch die GrünenErbsen-Nudeln von PEDRON empfehlen. Als Snack habe ich Linsenchips für mich entdeckt! Und schließlich habe ich auch eine Marke gefunden, die Cranberries ohne Sonnenblumenöl anbietet. Unsere Restaurantbesuche beschränkten sich auf Steaklokale, weil ich in anderen Lokalen nichts zum Essen finde (außer Beilagensalat und/oder Pommes).
Mein Fazit nach 3 Monaten: minus 8 Kilo und schnupfenfrei :) Ich war in den drei Monaten nicht krank, hatte nur zwei Mal Schnupfen, der nach 48 Stunden auch wieder weg war. Mein Immunsystem funktioniert wieder J
Nach den ersten drei Monaten war ich bei meiner Ärztin zum Beratungsgespräch. Sie meinte, dass nur ca ein Fünftel ihrer Patienten die Diät so durchziehen und auch nur diese Erfolg haben. Ich gestehe, dass ich den Rotationsplan (man soll an vier aufeinander folgenden Tagen nicht das gleiche essen) nicht eingehalten habe.
Jetzt beginnt die Phase der Wiedereinführung einzelner Lebensmittel. Entgegen der ProImmun-Vorschläge (aber laut Empfehlung meiner Ärztin) probiere ich jedes bisher gemiedene Lebensmittel intensiv aus (5 Tage hintereinander täglich essen), um herauszufinden, ob ich es vertrage. Erbsen und Kakaobohnen darf ich schon wieder in meinem Speiseplan willkommen heißen. Ich habe schon Erbsensuppe gegessen und Brownies gebacken – schön langsam wird mein kulinarisches Leben wieder lebenswert :)

Stichworte: Ernährung - Usmtellung - Ernährungsumstellung - Paleo - Paläo - ProImmun Pro Immun - Erfahrungswerte - Lebensmittel - Gesundheit - Bluttest


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Donnerstag, Juni 02, 2016

Margaret Atwood: The heart goes last.


*** Spoiler alert ***


 

In dieser Dystopie geht es um das Schicksal eines jungen Paares. Die beiden haben aufgrund einer Wirtschaftskrise ihre Jobs verloren, konnten den Kredit für ihr neues Häuschen nicht mehr bedienen und leben im Auto. Es ergibt sich die Möglichkeit, an einem Experiment teilzunehmen, dem man sich, wenn man für geeignet erachtet wird, sein Leben lang verschreibt. Charmaine und Stan bestehen die Aufnahme und leben nun jeweils einen Monat in einem Haus, gehen ihren Jobs nach, tauschen nach Ablauf von vier Wochen mit einem andern Pärchen und gehen ins Gefängnis. Dort gehen sie auch ihren zugeteilten Verpflichtungen nach, werden verköstigt und es fehlt ihnen an nichts. Durch die Gefängnisarbeit finanziert sich das Projekt und es scheint gut zu funktionieren.

Charmaine arbeitet im Gesundheitswesen und erzählt zu Hause nicht viel von ihrem Job, was damit zusammenhängt, dass sie eine Art „Todesengel“ ist, die ausgewählten und sedierten Personen eine Spritze verabreicht.

Charmaine beginnt eine Affäre mit einem Mann, den sie Max nennt, der in jedem anderen Monat in ihrem Haus wohnt, Stan findet eine Notiz an Max, glaubt, sie ist von der „anderen“ Frau für ihren Mann …

Charmaine wird aufgrund eines „Fehlers in der Datenbank“ länger im Gefängnis festgehalten; Stan lernt dafür Jocelyn kennen, die ihn zwingt, sich die heimlich gemachten Aufnahmen der Liebeseskapaden von Max und Charmaine anzusehen und nachzustellen. Nach und nach kommt die Wahrheit über die Sex-Roboter heraus und noch viel schlimmer, es werden Leute entführt und mittels Gehirnwäsche auf einen einzigen Menschen „programmiert“, dem sie sich dann freiwillig hingeben und ihn lieben.

Charmaine wird vor eine schwere Prüfung gestellt, sie muss Stan mit der Spritze behandeln, anderenfalls geht es ihr an den Kragen. Sie glaubt zwar, ihn umgebracht zu haben, es ist jedoch Teil eines größeren Plans, da

Jocelyn eigentlich zu den Guten gehört, die bösen Machenschaften von Ed, dem „Führer“ von Positron, der Außenwelt kundtun möchte und Stan hinaus schmuggelt.

 

Den Leser erwartet ein Happy End.

 
Das Buch ist sehr  fesselnd, manchmal aber werden bestimmte Sachen wiederholt, sodass man als Leser den Eindruck hat, die Autorin zweifelt an unserer Aufmerksamkeit.

Ich schwanke noch zwischen "das ist eh nicht möglich" und "bin ich wirklich so blauäugig, dass ich sowas für nicht wahrscheinlich halte"....

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Donnerstag, September 20, 2012

Coffee time!

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LASAGNE :)

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Mittwoch, September 19, 2012

Warmer Kartoffelsalat mit Speckwürferl auf Salat mit Kürbiskernöl

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Sonntag, Jänner 22, 2012

"Das Regalleben eines durchschnittlichen Buches liegt irgendwo zwischen Milch und Joghurt" (Calvin Trillin, in James Gleick: Schneller!)

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Samstag, Jänner 21, 2012

Und auf gleiche Weise humpelt unser Fühlen unserem Tun nach: Zerbomben können wir zwar Hunderttausende; sie aber beweinen oder bereuen nicht.


Anders, Günther: Die Antiquiertheit des Menschen

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