"Die Welle" (Morton Rhue)
Das Buch handelt von dem High School-Lehrer Ben Ross, der seinen Schülern im Geschichtsunterricht einen Film über die Nazis zeigt. Die Schüler können nicht nachvollziehen, wie so etwas möglich ist oder geschehen konnte. Sie können nicht glauben, daß sich niemand gegen das Regime gewehrt hat. In der nächsten Unterrichtsstunde startet der Lehrer ein Experiment. Auf der Tafel steht "Macht durch Disziplin" geschrieben. Mister Ross will, daß die Schüler in so ansprechen - also jede Äußerung mit "Mister Ross, ..." beginnen -, daß sie aufstehen, wenn sie etwas sagen. Die Klasse nimmt die Regeln schnell an. Als Ben Ross beim nächsten Geschichtsunterricht die Klasse betritt, stehen Bänke und Stühle ordentlich da, die Schüler sind vollzählig, nicht so wie üblicherweise, wenn sie nach dem Läuten schön langsam eintrudeln. Die Klasse ist gespannt, wie es weitergeht. Der Lehrer schreibt "Gemeinschaft" unter die Worte "Macht durch Disziplin". Er erklärt, "Gemeinschaft ist das Band zwischen Menschen, die für ein gemeinsames Ziel arbeiten und kämpfen". In Folge kommt noch der Slogan "Macht durch Handeln" hinzu. Mister Ross nennt diese Bewegung "die Welle", kreiert ein Logo, einen Gruß und schließlich gibt es Migliedsausweise. Das Experiment verselbständigt sich, die Schüler rekrutieren neue Mitglieder und verbreiten, das geschehe aufgrund eines "Befehls" von Mister Ross. Anfangs zeigt das Projekt durchwegs Positives: sogar Robert, der ständige Außenseiter, wird von den anderen akzeptiert, er ist ein vorbildliches Mitglied der "Welle" und kann Mister Ross sogar dazu überreden, als sein Leibwächter zu fungieren. Nur Laurie, die Klassenbeste, hegt ihre Zweifel, vor allem nachdem sie erfährt, daß Schüler, die nicht der "Welle" beitreten wollen, verprügelt werden. Aufgrund ihrer Position als Chefredakteurin der Schulzeitung "die Ente" gelingt es ihr zusammen mit anderen auch an der "Welle" Zweifelnden, eine Sonderausgabe herauszubringen, die sich der "Welle" widmet, ihre Anfänge und Ideale darstellt und die Schattenseiten beleuchtet.
Immer mehr Eltern beschweren sich beim Direktor der High School, welcher Rücksprache mit Mister Ross hält. Dieser verspricht, das Experiment bis zum nächsten Tag zu beenden, allerdings weiß er noch nicht, wie. Schließlich kann er nicht einfach einen Schlußstrich ziehen, ohne den Schülern eine Lektion zu erteilen und die Augen zu öffnen. Er läßt eine Veranstaltung organisieren, bei der angeblich der Führer der "Welle" zu den Mitgliedern sprechen wolle; diese Bewegung sei in letzter Zeit an allen High Schools in den USA eingeführt worden. Am Abend vor der Versammlung besuchen Laurie und ihr Freund David Mister Ross zu Hause und verlangen von ihm die Beendigung des Experiments, da es zwischen Laurie und David zu Handgreiflichkeiten wegen der "Welle" kam, wodurch David aufgewacht ist und erkannte, daß die Welle doch nicht so gut sein kann, wie er ursprünglich glaubte, wenn es deswegen so weit kommt, daß er seine Freundin brutal angreift. Mister Ross verspricht ihnen, am nächsten Tag wäre alles vorüber, weiht sie aber nicht in seinen Plan ein sondern bittet nur, ihm zu vertrauen. Bei der Veranstaltung am nächsten Tag sind nur Mitglieder zugelassen, die Eingänge werden bewacht, jedoch gelingt es Laurie und David trotzdem, hineinzugelangen. Mister Ross erzählt von dem Führer, der nun zu ihnen sprechen wird, die Leinwand bleibt aber leer. Alle Mitglieder warten gespannt, plötzlich ruft einer "Da ist ja gar kein Führer!", Mister Ross antwortet "Doch, ihr habt einen Führer!" und ein Bild von Adolf Hitler erschient auf der Bildfläche. Der Lehrer erklärt dem Publikum, daß es keine nationale Bewegung und auch keinen Führer gibt, gäbe es aber einen, so wäre es Hitler. "Ihr habt eure Freiheit gegen das verschachert, was man euch als Gleichheit vorgesetzt hat. Aber ihr habt Gleichheit in Vorherrschaft über die Nicht-Mitglieder verwandelt."
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