bella Italia
12.00 Abfahrt KSW, 13.44 kurzer Regen, 16.30: Italia: Felicità! 16.57: Nina: "schau ein Wasserfall! Das hab ich letztes Jahr wahrscheinlich auch schon gesagt." Julia: "Wir sollten ihn bei der Rückfahrt fotografieren. Dann erinnern wir uns auch daran." N: "Schau die Kirche, wir suchen aber eh wieder jede Kirche heim und hoffen auf bessere Zeiten". Zwischen Osoppo und Gemona: "Wir waren in Ravioli!" "Kommerz im Bezirk Majoran". "Do samma mit die 'Natale' in San Daniele!" Was hat der Allmächtige mit uns vor? San Daniele sowie Parkplatz ohne Suche gefunden UND die Touristeninformation hatte um 17.45 auch noch geöffnet UND problemlos ein traumhaftes (und billiges) Quartier gefunden!! Piazza: "gib acht, ein Kind" -> "die fliehen aus der Kirche"-> "discipuli fugitivi". Sonne genossen & frisch gemacht, Erika nach Essenstip fragen und nach "Gotham"-/Pinocchio- City fahren. Essen mit mindestens 7ooo Kalorien: Al Gnotul in Rive d'Arcano, Via Roma 25. "Den hab ich mir aufgehoben!", als N ins Auto stieg und ge... hat. Nach beschwerlichem Anstieg (inklusive Seitenstechen) endlich wieder am Hauptplatz. "Sperrstund is." Aber hinter der Kirche gibt's noch eine Teenie-Krocha-Bar mit billigen Cocktails.
Samstag:
San Daniele : noch kurz geschaut und wieder zur Kirche in Rive d'Arcano, zum Castello (Gschichtl!!) über die strada bianca (pebbles-Straße). Kurz danach sind wir auf der Autostrada Richtung Gardasee. Laut Führer soll es in Malcesine schön sein - recht hat er. Das billige Quartier war schon voll, aber das daneben hat 2* und noch ein Zimmer frei. Nach diversen Parkplatzangelegenheiten konnten wir uns frisch machen und losziehen. Dann erschlug uns die germanische Keule - nur Deutsche dort, sogar die Kellner sprechen kein italienisch! Das war zuviel für uns. Beim abendlichen Spaziergang sahen wir eine britische Hochzeitsgesellschaft (Bridget Jones!), die sogar in unserem Hotel wohnt.
Sonntag:
Frühstück und noch ein bißerl schauen, Wetter nicht sonnentauglich (also: koooid) daher Flucht nach Verona (mit musikalischer Bridget Jones- Untermalung). Das mit dem Parken in Verona war zwar nicht so einfach, aber wir setzen uns in Hörweite der Cliniclowns ins Caffe Mercedes zu Aperol Spritz und Martini, dann Sightseeing: Piazza delle erbe, Julias Balkon und Titte (Ausnahme: Danke an Neckerfrau fürs Fotografieren). Mittagessen im vom Führer empfohlenen M27 (ausgezeichnet! Wenn man davon absieht, daß der Kellner beinah auf unsere Getränke vergessen hat). Danach noch shoppen und schauen. Ab nach Castelfranco, leider voll (aber zum Glück mit Italienern - kein einziges ausländisches Auto, außer unserem, aber wirklich keinen Parkplatz dort gefunden, trotz intensiver Suche), also weiter nach Valdobbiadene (welches nicht im Führer drinsteht - jetzt wissen wir auch warum: touristenunfreundlich wie nur geht, kein Hotel, kein Restaurant, gar nichts gibt's dort außer einen Prosecco-Direktverkauf! Warum ist das überhaupt in der Karte verzeichnet?) auch gut - also weiter nach Belluno (wo es laut Reiseführer wenigstens Hotels geben muß): Hotel Capello zu teuer, also wird's das 1* Hotel Astor um 40€ pP, sauber und cooles Bad. Abendessen im La Buca, endlich gute Porcini für Nina, mein Fleisch war leider in Olivenöl ertränkt, aber ganz gut. Strandeln durch Belluno und Suche nach anderen Lokalitäten, denn Fr Frind hat noch immer Hunger. Fundstück des Abends war das uralte Kino der Stadt. Leider hatte der Film mit George schon begonnen - schief! Das Fluchtachterl auf der Piazza würde für Julia zur Qual, denn Dank einer strunzdummen Kellnerin, die nur Aperol-Spritz kennt, wurde Julia zum Aperol verdonnert. Prost! Was ist mit Italien passiert? Wo ist das Dolce Vita geblieben? Die Straßen waren schon um 11 am Abend leer! tja, da mußten wir halt schlafen gehen.
Montag:
Flucht aus Belluno, denn dort ist selbst am Tag nichts los. Nicht einmal der Prada-Shop hatte geöffnet. Weiter Richtung Cortina (diesmal wirklich Cortina). Wie der Zufall es will, fuhren wir entlang der bzw durch die Karnischen Alpen. Traumhafte Berglandschaften mit Flüssen und Bergseen! Geheimtip (vormerken fürs nächste Mal): Barcis. Zeit zum Autoputzen haben wir auch noch gefunden. Zurück in San Daniele wird uns leider klar, daß selbst dieses Städtchen nicht mehr soo geheim ist, da um uns leider Ösis wurlen. Das Mittagessen genehmigen wir uns im 'Antico Caffe Toran'. Gesucht: Agriturismo mit piscina, da es gefährlich ist, im Lago zu schwimmen. Der Straße entlang, aber No 80 nicht gefunden, das TomTom eines hilfsbereiten Italieners kennt No 80 auch nicht, aber er hilft uns suchen, inzwischen haben wir es aber gesehen, fahren ihm aber doch brav hinterher und nach nochmaligem Wenden mitten auf der Straße findet er es auch. Zimmer gibt's noch, sind sehr schön, Schwimmbad noch nicht fertig, da Chemikalien drin sind. Lettini? Hat sie eineinhalb (später verstehen wir, was sie damit meint). Ihr Mann ist so lieb und macht das Becken fertig, während wir schon in der Sonne brutzeln... Wenn ich alles richtig verstanden habe, wurde der Pool erst im Oktober letztes Jahr fertig, Tochter & Mann haben's zusammen gebaut, aber es ist noch nicht eingeweiht, was wir heute endlich erledigen können. Das mußte natürlich mit einem Proseccino begossen werden (aus Valdobbiadene - eh klar). Wir haben erfahren, daß das Haus 1679 ein Castello fratelli war, allerdings sind nur noch die Bögen und ein Tor übrig, der Rest wurde niedergerissen und neu aufgebaut. Beim Tor zur Einfahrt stehen noch die Reste der chiesetta. Der Pool war recht frisch, wenn man aber länger drinbleibt, geht's. Das Haus steht anscheinend seit letztem Jahr, aus Bremen kamen die Touristen, die am weitesten dafür gereist sind. Alles neu, das Bad wunderschön (Wasserdruck & heiß & neu). Nach kurzem Frischmachen ab auf den Hauptplatz, Aperol Spritz und Prosecco trinken und auf Restaurantsuche. No1 schaut von aßen so la la aus, allerdings eine deutsche Speisekarte mit Apfelstrudel (!). Tip No 2 war geschlossen, No 3 voll, alle Blicke lasteten auf uns, gerade, daß sie nicht aufhörten, zu sprechen. Nur Männer dort, vielleicht 2 Frauen. Also doch No1. Rein. Wait to be seated, relativ unfreundliche Kellnerin bringt Gedeck für unseren Tisch und obwohl ich nur italienisch mit ihr spreche, bekommen wir deutsche Menus. Simma in Italien, oder was? Nach einem Sekündchen des Überlegens waren wir auch schon wieder draußen, unser Host-Papa hat uns ja eine Liste mit Restaurant gegeben. Stinkig ab ins Auto, Liste kann auch nicht wirklich weiterhelfen. Aber da war ja in der nähe von Erikas Haus ein Agriturismo? Also losfahren, der Agriturismo war zu, aber wir entdecken ein Schild zu il Boschetto... nur Italiener am Parkplatz, insofern schon mal ein gutes Zeichen. Drinnen führt uns ein sehr schüchterner Kellner ohne Worte an einen Tisch, das Interieur läßt sich mit den Worten „80er-Jahre – chinese restaurant – Holzvertäfelung“ beschreiben, die Karte (auf blumigem Papier gedruckt) ist nur auf italienisch und verspricht einen kulinarischen Höhenflug, nach den Antipasti gibt’s Pasta und danach haben wir Gusto (da ein Mann am Nebentisch das auch gegessen hat) auf ein Steak, schön blutig drinnen, mit Kartofferln.... herrlich! Zum Nachtisch sind wir nicht mehr gekommen, schließlich hat die Küche um 10 zugesperrt. Also wieder rauf auf die Piazza, in unser Lieblingslokal, noch einen Aperol und einen Martini trinken und den leeren Platz bewundern. Plötzlich kommt ein Auto und fragt uns (!), Nina sagt „ja“, der Mann will sich schon wieder abwenden, doch wir meinen, er soll nur fragen, vielleicht können wir ihm ja weiterhelfen! Und in der Tat, er fragt nach der Apotheke, und wir wissen, wo die ist (schließlich sind lauter Vichy-Produkte in der Auslage)...Nach diesem Erlebnis fahren wir wieder in unseren Agriturismo, schauen in die Sterne, Nina sieht sogar einen Schnuppenstern und finden die Geräusche, die man dort hört, lustig: Grillen, Hunde, Vögel... wie im Dschungel!
Dienstag:
Das Ende unseres Trips ist in Sicht, wir suchen daher den Carrefour (wie immer nicht so leicht) und nach einigen Umwegen finden wir ihn endlich. Dort wird fleißig geshopppt und dann müssen wir wieder zurück nach Wien, wo wir staufrei ankommen, nur auf der Tangente müssen wir im Stop & Go weiterkriechen.
Fotos gibts hier
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