blondeSchlumpfine

Donnerstag, Juni 02, 2016

Margaret Atwood: The heart goes last.


*** Spoiler alert ***


 

In dieser Dystopie geht es um das Schicksal eines jungen Paares. Die beiden haben aufgrund einer Wirtschaftskrise ihre Jobs verloren, konnten den Kredit für ihr neues Häuschen nicht mehr bedienen und leben im Auto. Es ergibt sich die Möglichkeit, an einem Experiment teilzunehmen, dem man sich, wenn man für geeignet erachtet wird, sein Leben lang verschreibt. Charmaine und Stan bestehen die Aufnahme und leben nun jeweils einen Monat in einem Haus, gehen ihren Jobs nach, tauschen nach Ablauf von vier Wochen mit einem andern Pärchen und gehen ins Gefängnis. Dort gehen sie auch ihren zugeteilten Verpflichtungen nach, werden verköstigt und es fehlt ihnen an nichts. Durch die Gefängnisarbeit finanziert sich das Projekt und es scheint gut zu funktionieren.

Charmaine arbeitet im Gesundheitswesen und erzählt zu Hause nicht viel von ihrem Job, was damit zusammenhängt, dass sie eine Art „Todesengel“ ist, die ausgewählten und sedierten Personen eine Spritze verabreicht.

Charmaine beginnt eine Affäre mit einem Mann, den sie Max nennt, der in jedem anderen Monat in ihrem Haus wohnt, Stan findet eine Notiz an Max, glaubt, sie ist von der „anderen“ Frau für ihren Mann …

Charmaine wird aufgrund eines „Fehlers in der Datenbank“ länger im Gefängnis festgehalten; Stan lernt dafür Jocelyn kennen, die ihn zwingt, sich die heimlich gemachten Aufnahmen der Liebeseskapaden von Max und Charmaine anzusehen und nachzustellen. Nach und nach kommt die Wahrheit über die Sex-Roboter heraus und noch viel schlimmer, es werden Leute entführt und mittels Gehirnwäsche auf einen einzigen Menschen „programmiert“, dem sie sich dann freiwillig hingeben und ihn lieben.

Charmaine wird vor eine schwere Prüfung gestellt, sie muss Stan mit der Spritze behandeln, anderenfalls geht es ihr an den Kragen. Sie glaubt zwar, ihn umgebracht zu haben, es ist jedoch Teil eines größeren Plans, da

Jocelyn eigentlich zu den Guten gehört, die bösen Machenschaften von Ed, dem „Führer“ von Positron, der Außenwelt kundtun möchte und Stan hinaus schmuggelt.

 

Den Leser erwartet ein Happy End.

 
Das Buch ist sehr  fesselnd, manchmal aber werden bestimmte Sachen wiederholt, sodass man als Leser den Eindruck hat, die Autorin zweifelt an unserer Aufmerksamkeit.

Ich schwanke noch zwischen "das ist eh nicht möglich" und "bin ich wirklich so blauäugig, dass ich sowas für nicht wahrscheinlich halte"....

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