mors vitam non delet

heute, 14.00 Wiener Zentralfriedhof: saukalt eigentlich - dieser Wind!! Wir nahmen an einer Führung über den 2,5 km² großen Friedhof teil. Ca. 3 Mio Leute sind dort bestattet. Wir haben die Grabdenkmäler vieler berühmter Wiener gesehen (Musiker, Künstler, Politiker, ...), außerdem waren wir in der im Jugendstil erbaueten Kirche drin, an der Kuppel sind 999 Sterne gemalt.
Die Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus ist neben Otto Wagners Kirche am Steinhof der bedeutendste Kirchenbau des Jugendstils. Nach einer Bauzeit von rund drei Jahren wurde die Kirche 1911 eingeweiht. Von 1995 bis 2000 wurde die Kirche komplett saniert.
Der Wiener Zentralfriedhof ist kein historisch gewachsener Friedhof. Er wurde um 1870 von den Gartenarchitekten Karl Jonas Mylius und Alfred Friedrich Bluntschli geplant. Die Begräbnisstätte für alle Konfessionen löste damals politische Diskussionen über seine Einweihung aus. Diese wurde schließlich ohne Publikum am 30. Oktober 1874 nach römisch-katholischem Zeremoniell durchgeführt.
Insgesamt wurde der Friedhof sieben Mal erweitert, zuletzt 1921. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Wiener Zentralfriedhof durch schwere Bombenschäden in Mitleidenschaft gezogen. 12.000 Gräber und hunderte Grüfte wurden vollständig zerstört. Alle Gebäude waren beschädigt. Die Kuppel der Kirche wurde durch eine Brandbombe vernichtet. Nach den Instandsetzungsarbeiten präsentiert sich der Zentralfriedhof heute als die bedeutendste Begräbnisstätte Wiens und als Friedhof für alle Religionen. (www.wien.gv.at)
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