blondeSchlumpfine

Montag, November 20, 2006

Marie Antoinette



ein Film von Sofia Coppola. Davor hatte ich schon ein Making of auf MTV gesehen, und allein diese Vorschau hat mir so gut gefallen: all diese Kostüme, die Schuhe, die Torten, die Dekadenz...
Der Film beginnt in Wien als Marie Antoinette (Kirsten Dunst) von ihren Eltern nach Versailles geschickt wird, um Louis zu heiraten. Sie darf nichts aus ihrer Heimat mitnehmen, nicht einmal ihren Mops. Louis ist sehr schüchtern, und die beiden kommen anfangs nicht sehr gut miteinander aus, obwohl sich Marie Antoinette sehr bemüht. Als sie aufgrund des Todes des Königs zum neuen Königspaar gekrönt werden, ist das größte Anliegen aller, daß die beiden einen Thronfolger zur Welt bringen. Nachdem die beiden noch unerfahren sind, klappt das natürlich nicht so gut... Marie Antoinette verschließt die Augen vor der Welt und den Mißständen in ihrem Land (darf man von einer 17-jährigen verlangen, sich mit Politik auszukennen?), bzw. lenkt sich mit dekadenten Parties, einer kleinen Affäre und ihren Freundinnen ab. Sie bekommt ihre erste Tochter, Marie Therese, danach einen kleinen Sohn, das dritte Kind stirbt (das ist eine Szene, die sehr interessant umgesetzt wurde: man sieht zwei Angestelle, die ein Bild von Marie Antoinette mit 3 Kindern aufstellen, kurz darauf kommen sie wieder, hängen das Bild ab und erneuern es durch eines, auf dem nur zwei Kinder zu sehen sind, danach sieht man nur noch alle in schwarz gekleidet, hinter einer Kutsche herschauend, in die ein kleiner Sarg geladen wurde...)
Als der wütende Mob vor Versailles steht, geht Marie Antoinette auf den Balkon und verneigt sich vor ihnen, das reicht natürlich nicht. Die Familie muß aus Versailles flüchten. Die letzte Szene ist in der Kutsche, und auf eine Frage von Louis erwidert sie, Versailles anblickend, sich zu verabschieden.

Der Film ist voll von langatmigen Szenen, in denen nur Wert auf die Bilder und weniger auf die Handlung gelegt wird. Sehr bunt und einfach schön anzuschauen. Man könnte sagen, der Film sei seicht und hat wenig Handlung, allerdings sollte man keinen Anspruch auf historische Richtigkeit und erschöpfende politische Hintergründe stellen, wenn man sich diesen Film anschaut. Man darf erleben, wie ein junges Mädchen, das von der Gesellschaft immer nur als "die Österreicherin" beeichnet wird, die es nicht schafft, dem Land einen Erben zu schenken, es schafft, sich daran zu erfreuen, wenn sie durch eine Wiese läuft, wie schön es ist, ihrer Tochter im Stall die Hühner und deren Eier zu zeigen (auch eine nette Szene: eine Angestellte putzt die Eier und legt sie zurück ins Nest, damit Marie Antoinette schöne, saubere Eier finden kann), oder einen Maskenball geniessen kann (wo sie flirtet und den schwedischen Soldaten kennenlernt, mit dem sie später eine Affäre hat)...

Ein bezaubernder Film - kein historisches Epos, mehr der gelungene Versuch, die Welt aus den jungen Augen Marie Antoinettes zu sehen...

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Sonntag, November 19, 2006

"Die Möwe" in der Josefstadt


Gestern war Kultur angesagt: 15.30, Josefstadt: eigentlich nur alte Leute dort, außer uns...
Der erste Teil bis zur Pause war streckenweise langatmig und dauerte auch recht lang, anfangs dachte ich, das Stück würde mir überhaupt nicht gefallen, aber es ist immer besser geworden, sobald ich erkannte, worum es geht:

Tschechow erzählt die Geschihcte des jungen Künstlers Kostia, welcher eine sehr erfolgreiche und egoistische Mutter hat, und in Nina verliebt ist. Er schreibt Stücke und führt auch eines vor, bei dem die Mutter und die anderen Konstia nur heruntermachen. Nina lernt den Freund der Mutter kennen, also Boris, in den sie sich verliebt. Er betrachtet sie kurzzeitig als Muse und es gefällt ihm, von ihr angehimmelt zu werden. Sie bekommt ein Kind von ihm, allerdings sind die beiden kein Paar. Einige Jahre später besucht Nina Kostia, der mittlerweile erfolgreichist. Sie sagt ihm, daß sie immer noch Boris liebt, daraufhin nimmt er sich das Leben.

mehr Infos: Josefstadt und Wiki

Darsteller:
Irina Nikolajewna Arkadina, Schauspielerin
Andrea Eckert
Konstantin Gawrilowitsch Trepljow, ihr Sohn
Florian Teichtmeister
Pjotr Nikolajewitsch Sorin, ihr Bruder
Dietrich Hollinderbäumer
Nina Michajlowna Saretschnaja, Tochter eines reichen Gutsbesitzers
Gerti Drassl
Ilja Afanasjewitsch Schamrajew, Sorins Gutsverwalter
Siegfried Walther
Polina Andrejewna, seine Frau
Sona MacDonald
Mascha, seine Tochter
Maya Bothe
Boris Alexejewitsch Trigorin, Schriftsteller
Michael von Au
Jewgenij Sergejewitsch Dorn, Arzt
Toni Slama
Semjon Semjonowitsch Medwedenko, Lehrer
Michael Dangl
Jakow, Arbeiter
Heinz Kamarad
E-Gitarre
Peter Rom / Thomas Palme

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Montag, November 13, 2006

"Freche Biester"




Ich war ja von Samstag abend bis heute abend in Deutschland, genauer gesagt in Trebur, da Alexas und Annas Programms "Freche Biester" Premiere hatte. Sonntag nachmittag, nach viel Schminken und Haarspray, war es soweit: das Publikum wurde von Alexa und Anna gut unterhalten, die Männer vielleicht ein bißchen geärgert und provoziert, die Damen haben sich äußerst gut amüsiert.

Hier und hier gibt es Berichte der lokalen Presse...

Heute waren wir in der Früh schon auf der Bühne und haben die Requisisten weggeräumt, kurz beim Italiener gefrühstückt, anschließend die Technik zurückgegeben, danach gabs Mittagessen von Alexas Mama und Schwester, dann Shoppen in Mainz und ab nach Frankfurt-Hahn, wo der Ryan-Air-Flieger auf Bratislava abgehoben hat.
Ein wunderbares Wochenende - raus aus Wien, nur kurz an die Uni gedacht (uff - morgen eine Präsentation, übermorgen eine Prüfung)... ich sollt schlafen gehen ;o)

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Montag, November 06, 2006

Lernen?!

Mometan arbeite ich grad was für die Uni aus und schaue nebenbei MTV - da spielts ein Scissor Sisters Konzert und sie hat grad gesagt:
It's better to be alone for the right reason than being with someone for the wrong reasons!

Donnerstag, November 02, 2006

die Grenzen liegen allein in der Beschränktheit unseres Geistes

Die Super-Ex (1.11)

Eigentlich mag ich Filme mit Uma Thurman - aber in dem hätte sie besser nicht mitspielen sollen! Ein selten stupider, lächerlicher Streifenohne jegliche Überraschungen! Seichte Lacher, Zickenterror.

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Mittwoch, November 01, 2006

Bayern (26.-29.20)


Rothenburg ob der Tauber - Würzburg - bayrisches Familienfest

am 26.10. haben wir uns auf den Weg nach Rothenburg ob der Tauber gemacht, eine kleine Statdt in Mittelfranken (Bayern), bekannt für ihre Fachwerkhäuser. Im 30-jährigen Krieg wollte General Graf von Tilly die Stadt einnehmen und brandschatzen, die Ratsherren boten Tilly als Wilkommensgruß Wein aus einem prachtvollen Behälter (3,25l) an, und Tilly meinte, wenn jemand diesen Becher in einem Zug austrinken könne, würde er die Stadt verschonen. Der Altürgermeister schaffte dies zum Erstaunen Tillys. Interessante Gebäude: St Jakobs-Kirche mit Heilig-Blut-Altar von Riemenschneider, Stadtmauer mit Türmen, historisches Rathaus mit Glockenturm und Meistertrunk-Uhr, ...
Abendessen in der "Blauen Sau", einem guten italienischen Restaurant - hervorragendes Essen!
Um 22 gab es eine Nachtwächter-Führung, die eine Stunde dauerte. Dieser Nachtwächter hat viel über die Geschichte und das Mittelalter erzählt (zB, daß sich die Reichen/ Adligen in eher steilen Gassen angesiedelt haben, damit der Unrat besser talabwärts gespült werden kann).

Am nächsten Tag fuhren wir nach Würzburg - auch klein, nicht so nett wie Rothenburg. Dort shoppen und ein bißerl in der Stadt herumschauen (Lebkuchen kaufen!)... Abendessen in einem Beisl - gutes Essen aber komische Atmosphäre. Am nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Programm: die Fürstbischöfliche Residenz (erbaut 1720-1744; Balthasar Neumann war Baumeister; Giovanni Battista Tiepolo gestaltete die Fresken) - UNESCO Weltkulturerbe. Am 16. März 1945 durch Bomben schwer beschädigt, renoviert und jetzt, vor allem wenn man einen so guten Führer hat wie wir, ein wunderschöner Bau mit allerlei Sehenswertem (Spiegelzimmer, das riesige (677m²!!) Gewölbefresko im Treppenhaus).


Samstag abend: Familien-Fest (in Tracht) mit Haxe (Stelze) und Bier...


Fotos von Rothenburg und Würzburg gibts hier,
Fotos vom Fest folgen noch...

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