Meine Erfahrungen mit dem Pro Immun-Test und
der nachfolgenden Ernährungsumstellung – Teil 1 (nach drei Monaten)
Jeden Winter war ich ständig krank. Schnupfen,
Erkältung, Kopfweh wegen „verstopfter“ Stirnhölen. Kirschkernkissen,
Infrarotbestrahlung, Neocitran, Influbene, … Im Winter 2015/2016 habe ich
beschlossen, das in den Griff zu bekommen und bin zu einer privaten HNO-Ärztin
gegangen, die sowohl Allgemeinmedizinerin ist, als auch von alternativen
Heilmethoden angetan ist. Ich habe pflanzliche Medikamente bekommen, war zur
Akupunktur (5 Termine) bei ihr und der Schnupfen war weg. Leider aber habe ich
mir schnell den nächsten geholt, nachdem ich wenige Tage gesund war. Also
nächste Akupunkturrunde. Auch diesmal ist der Schnupfen weg gewesen, und leider
auch schnell wieder gekommen… Meine Ärztin meinte schon, es sei vielleicht eine
Allergie, weil die Schleimhäute danach aussähen und hat mir einen
antiallergischen Nasenspray verschrieben, den ich ausprobieren sollte. Der war
nur viel zu stark und unangenehm. Dann war der Winter vorbei und meine
Beschwerden auch…. Bis zum Oktober 2016, wo ich wieder mit einem dicken
Schnupfen bei ihr war. Diesmal hat sie mich gleich auf die „klassischen“
Allergien (Laktose, Fruktose und Bluttest) austesten lassen [bis auf eine
kleine Glutenunverträglichkeit aber ohne Befund]. Dann hat sie mir ein Prospekt
es ProImmun M-Tests mitgegeben und
gemeint, dass das noch eine Möglichkeit wäre. Einige ihrer Patienten haben
damit gute Erfahrungen gemacht. Nach Rücksprache mit meiner privaten
Krankenversicherung (welche 80% der Kosten übernimmt), habe ich den ProImmun
M-Test (Blutabnahme) durchführen lassen.
Ein bis zwei Wochen später erhielt ich die Resultate:
76 verschiedene Lebensmittel durfte ich für mindestens drei Monate nicht zu mir
nehmen. Ich war verzweifelt und wollte die Ernährungsumstellung auf nach
Weihnachten vertagen. Meine Ärztin hat mir aber gut zugeredet/ eingeredet, dass
wenn ich nicht gleich damit beginne, ich vermutlich nie damit anfangen würde. Also
habe ich beschlossen, all die Leckereien aus dem Kühlschrank (Mozzarella, Schokolade,
Käse, …) in den nächsten Tagen aufzuessen und langsam die Ernährungsumstellung
zu beginnen. Unter Tags hielt ich mich schon brav daran. Zum Einkaufen brauchte
ich ewig, da ich bei jedem Produkt die Inhaltsstoffe studieren und mit meiner „Einkaufsliste“
abstimmen musste. Kartoffel, Süßkartoffel und Steak wurden meine neuen Freunde.
Salat und Tomaten, aber mit weißem Pfeffer (statt schwarzem). Hirsebrei mit
Kokosmilch statt des geliebten Joghurts mit Müsli. Kaffee nur ein bis zwei Mal
pro Woche (davor hab ich täglich 5 Tassen getrunken). Kein Alkohol (naja, da
habe ich gelegentlich Ausnahmen gemacht).
Nach wenigen Tagen konnte ich mit Energie in
der Früh aufstehen (kannte ich nicht, war immer ein Morgenmuffel) und habe
nicht die Schlummertaste betätigt. Meine Verdauung wurde besser. Plötzlich kam
der Gewichtsverlust: 2 Kilo innerhalb von 3 Tagen – dann zum Glück wieder
stagnierend. Meine Ärztin hatte mir vorausgesagt, dass ich abnehmen würde. Ich
hatte nicht das Gefühl, dass ich am Anfang der Ernährungsumstellung besonders
gesund gegessen hätte: Landjäger, Nüsse, Cranberries, Neuburger, … Trotzdem
habe ich abgenommen. Mit der Zeit habe ich erkannt, dass die Paleo-Ernährung
ziemlich gut auf meine Ernährungsumstellung passt (glutenfrei, laktosefrei,
frei von raffiniertem Zucker) und habe diese ausprobiert und mit meinen
Vorgaben umgesetzt (plus Hülsenfrüchte).
Es hat mich nicht glücklich gemacht. Mein
Freund (der „normal“ isst), muss meine lechzenden Blicke ertragen. Ich frage
mich, ob es eine „Genussdepression“ gibt? Oft war mir nur zum Heulen zumute,
weil ich Brot essen wollte, oder eine vernünftige Pizza (hier haben mich die
Paleo-Varianten noch nicht überzeugt). Auch pastatechnisch habe ich viel
Grausliches ausprobiert (Konjak-Nudeln, oder Kirchererbsennudeln, die weder
Struktur haben noch bissfest sind) – hier kann ich die rotenLinsen-Nudel oder auch
die GrünenErbsen-Nudeln von PEDRON empfehlen. Als Snack habe ich Linsenchips
für mich entdeckt! Und schließlich habe ich auch eine Marke gefunden, die
Cranberries ohne Sonnenblumenöl anbietet. Unsere Restaurantbesuche beschränkten
sich auf Steaklokale, weil ich in anderen Lokalen nichts zum Essen finde (außer
Beilagensalat und/oder Pommes).
Mein Fazit nach 3 Monaten: minus 8 Kilo und
schnupfenfrei :) Ich war in den drei Monaten
nicht krank, hatte nur zwei Mal Schnupfen, der nach 48 Stunden auch wieder weg
war. Mein Immunsystem funktioniert wieder J
Nach den ersten drei Monaten war ich bei meiner
Ärztin zum Beratungsgespräch. Sie meinte, dass nur ca ein Fünftel ihrer
Patienten die Diät so durchziehen und auch nur diese Erfolg haben. Ich gestehe,
dass ich den Rotationsplan (man soll an vier aufeinander folgenden Tagen nicht
das gleiche essen) nicht eingehalten habe.
Jetzt beginnt die Phase der Wiedereinführung
einzelner Lebensmittel. Entgegen der ProImmun-Vorschläge (aber laut Empfehlung
meiner Ärztin) probiere ich jedes bisher gemiedene Lebensmittel intensiv aus (5
Tage hintereinander täglich essen), um herauszufinden, ob ich es vertrage.
Erbsen und Kakaobohnen darf ich schon wieder in meinem Speiseplan willkommen
heißen. Ich habe schon Erbsensuppe gegessen und Brownies gebacken – schön langsam
wird mein kulinarisches Leben wieder lebenswert :)
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