Sommerfest 2oo8
Freitag, der 13., und es ist wieder mal so weit: das Sportfest - äh: Sommerfest natürlich! - findet, zwar nicht in den altehrwürdigen Gemäuern des Kollegiums, wohl aber auf den Sportplätzen davor, statt. Eigentlich hätte ich ja um 7 schon dort sein sollen, aber nachdem der Wecker es erst um halb 7 geschafft hat, mich endgültig aus den Federn zu vertreiben, und der öffentliche Verkehr zwischen dem 9. und 23. Wiener Gemeindebezirk doch einige Hürden zu überbrücken bietet, war ich erst um halb 9 dort (immer noch zu früh, zumal ich noch immer keinen Kaffee getrunken hatte). Aufgabenstellung 1: wie baue ich aus vielen Stangen und Verbindungsstücken ein großes Zelt zusammen? Einige Versuche später ist es uns dann geglückt, die Plane schien zu klein, aber mit ein bißerl Gewalt geht alles ;o) Aufgabenstellung 2: ein baugleiches Zelt aufstellen, Bug: eine Stange und zwei Verbindungsstücke fehlen ("wo is das Gaffa?"). So weit so gut "Braucht wer was aus dem Treff? Ich geh mal einen Kaffee trinken" ... Also Zimtschneckerl und koffeinhaltiges Getränk zu sich nehmen und weiter gehts: Kabel verlegen bzw. dem Kabelverleger die Bank halten, damit er nicht runter fällt, eine gerade Oberfläche aus zwei schiefen Heurigenbänken herstellen, damit die neuen Griller auch gerade stehen.


Es wird immer windiger, die ersten Elternverein-Zelte möchten den Flugschein machen (stürzen aber eh ab), also Heringe suchen, finden, einschlagen und gscheit vertäuen. Trotz unserer Vermutung, die Kälte und der Wind würden die Leute eher zum Daheim-Bleiben bewegen, kamen viele brave Eltern (die immer noch nicht wissen, daß sie zuerst Bons kaufen müssen und dann erst zur Ausgabe gehen sollen). HotDogs, Käsekreiner, Bratwurst, Koteletts, Bier, Mineralwasser, nein, Organgensaft hamma keinen, aber Cola, Fanta, Sprite, Almdudler, Apfelsaft gespritzt… Trotz meiner langjährigen Erfahrung im Bons verkaufen wurde ich dann zur Ausgabe rekrutiert, was eigentlich auch ganz witzig war. Jedes Mal, wenn ich ein Würstel von den Grillmeistern holte, bezahlte ich dafür mit einem Küsschen, was die Stimmung und die Schnelligkeit der Grillmeister steigerte ;o). Ketchup? Süßer Senf oder scharfer? Brot oder Semmel? Man glaubt ja gar nicht, wie schnell man diese Worte sagen kann (und vor allem wieviel schneller man die Antwort wieder vergißt!) Gegen Abend kam eine pseudochristliche Band auf die Bühne („nimm nicht den erstbesten, warte auf den Richtigen!“), welche die Stimmung und die Gäste vertrieb, dann gab eine Rockband ihr Können zum Besten, mit ihren Versionen von einigen Oldies – die waren recht gut, die besoffenen Mamis haben vor der Bühne getanzt! Allmählich ging es dann ans Aufräumen (vor dem ich mich leider nicht drücken konnte), mittlerweile geht das aber auch recht schnell und gegen halb 12 versammelten wir uns im Treff, um noch mit einer Runde Jägermeister auf ein Geburtstags“kind“ anzustoßen und noch ein Eis vom Elternverein zu essen… Dankenswerterweise wurde ich mit dem Auto heimgebracht (ich wollte mir das Spektakel, mich von meiner Mutter abholen zu lassen, die mir eh nur wieder gesagt hätte, wenn ich ins Auto einsteige „du hast aber eine Fahne“, ersparen).
Fazit: schlechtes Wetter trotzdem zuviele Stöckelschuhe und zu kurze Röcke bei zu alten Müttern, gute Stimmung, obwohl es nur wenige von den „Alten“ zum Helfen herverschlagen hat.

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