Der Schatten des Windes
Der Protagonist ist Daniel, man begleitet ihn durch sein Leben, von 10 Jahren (1945) bis 1966.
Er darf sich im Friedhof der vergessenen Bücher ein Buch aussuchen und findet Julian Carax' Werk "der Schatten des Windes", welches für ihn der Mittelpunkt seines Lebens wird. Getrieben von der Besessenheit, mehr von Julian Carax zu erfahren und dessen Bücher zu lesen, verstrickt er sich mehr und mehr mit dem Lebensweg seines Lieblingsautors. Daniels und Julians Wege verlaufen teils parallel, teils kreuzen sie sich. Es gibt Liebesgeschichten, welche vom Unglück verfolgt sind, Nebelgestalten, welche immer wieder auftauchen und einen Freundeskreis aus alter Schulzeit, deren Bekanntschaften im Laufe der Jahre zerbricht - sei es wegen der eingeschlagenen Karriere, Neid, Liebe oder Unwissenheit.
Die Handlung des Romans ist von Nachforschungen geprägt, der Leser und Daniel werden auf verschiedene Fährten gelockt, man ist ständig gespannt, welche nich verborgenen Geheimnisse mit dem Aufkommen einer neuen Person oder eines Schriftstückes offenbart werden.
der Roman gibt Einblicke ins Barcelona der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Gesellschaftsstrukturen zwischen Reichen, Armen, Bettlern und Beamten werden gezeigt, außerdem wird ein Bezug zum Verlagswesen und zur Autorenschaft dargestellt.
Fesselnd & romantisch
Sie wußte, daß, wer wirklich liebt, schweigend liebt, mit Taten und nie mit
Worten.
Der Tor spricht, der Feige schweigt, der Weise hört zu.
Angesichts eines Sarges sehen wir nur noch das Gute oder das, was wir sehen wollen.
Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes, Suhrkamp (Frankfurt am Main, 2003)

1 Comments:
At 21/7/06 12:40,
Anonym said…
Die Frage ist nur, ob man bemerkt wird, wenn man schweigend, mit Taten liebt.
Kommentar veröffentlichen
<< Home