Gestern zu Mittag habe ich mit dem Buch begonnen, es ist mir letzten Dienstag beim Buchhändler meines Vertrauens aufgefallen, es hat mir zugrufen: "nimm mich mit", und ich habe es erhört... Es ist eine wunderbare Liebesgeschichte - nicht so eine, in der sich ein Mann und eine Frau kennenlernen, zusammenkommen, und glücklich sind
(... und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute...). Nein, dieses Buch ist anders und eröffnet dem geneigten Leser eine neue Perspektive, in der die Zeit sich verwebt, ein Netz um die einander liebenden Protagonisten spinnt. Ein Netz, aus dem der Leser nicht entkommt - gestern mittag habe ich begonnen, das Buch zu lesen, heute nachmittag war ich schon wieder fertig, und es sind doch 526 Seiten. Man vergißt alles um sich herum, ist froh, daß das Handy auf
Silenzioso geschaltet ist. Wenn man von dem Buch aufblickt, glaubt man Henry oder Clare zu treffen, man kennt die Personen so gut! Man begleitet sie schließlich von Kindheitsbeinen an bis zum Alter, weiße Haare und eine Tasse Tee statt des üblichen Kaffees. Man schöpft Hoffnung, daß das Leben doch nicht so einsam wird, wie man befürchtet... Bis jetzt haben diese Love-Stories doch nur wenige Jahre beschrieben, nie hat man einen Einblick in das Alltagsleben, in das Eheleben bekommen (es wurde das Kennenlernen und maximal noch die glücklichen Flitterwochen beschrieben, dann war die Handlung wohl zu flach). Allerdings breiten sich Bendenken bei mir aus, ob ich jemals denjenigen finde, der so gut zu mir paßt (und ich zu ihm) wie Henry zu Clare. Und woran werde ich ihn erkennen...?
... Aber das ist eine andere Geschichte.
Labels: Literatur
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